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The(G)net Review: FIFA Street 3

EA BIG, diese Jungs stehen für durchdachte, stehts stylische und geil umgesetzte Sportspiele. Spähtestens seit SSX kennt sie jeder Zocker bestens. Nun kommt das neuste und bereits 3. FIFA Street auf den Sportplatz. Was macht es besser als seine Vorgänger?


Nun ja, eigentlich warte ich seit dem Erscheinen der XBOX 360 auf ein neues SSX von den EA BIG Jungs, aber auf mich wollen die ja nicht hören. Nun denn, spielen wir eben noch eine Runde mit dem neusten Ableger der FIFA Street Reihe und bleiben geduldig. Die erste grosse Veränderung zu den Vorgängern ist offensichtlich: In Fifa Street 3 setzen die Entwickler voll auf den Comic-Look mit verfremdeten Spielern. Die Proportionen wurden wie bei typischen Karikaturen in Tageszeitungen überspitzt gezeichnet. So wirken vor allem die Oberkörper und Arme gestreckt, während die Beine oft den Anschein erwecken, als wären sie so dünn wie Streichhölzer. Trotz aller Verfremdungen erkennt ihr immer noch, um welchen Star es sich handelt. Der Style ist absolut gelungen und passt perfekt zu einem EA BIG Spiel.


FIFA Street 3 Test, Review, Testbericht.

Zocker die schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel haben, freuen sich besonders an die Altstars, welche freigespielt werden dürfen. Für einen kleinen Ablenker nach Feierabend ist das Einzelspiel die erste Wahl. Hier entscheidet ihr euch schnell für ein Team und wählt eine der acht Arenen, die euch unter anderem ans Mittelmeer, an einen Strand wie auch an abgefahrene Locations wie eine Bohrinsel oder auf ein Hausdach über London führen. An Matchtypen bekommt ihr die gewohnte Auswahl und spielt zum Beispiel so lange, bis einer der Spieler eine Mindestanzahl an Toren geschossen hat oder halt ganz klassisch auf Zeit.


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Daneben könnt ihr die Anforderungen aber auch noch weiter verfeinern. Als matchendscheidend könnt ihr einstellen ob nur Gamebreaker- oder nur Volleytore gelten sollen. Auch Tordifferenzen sind als Siegkriterium möglich. Genau diese Einschränkungen sind auch ein wesentlicher Bestandteil des neuen Herausforderungs Modus. Hier erwarten euch insgesamt neun Events, die alle aus mehreren Runden bestehen, die bestimmte Ziele für einen Sieg voraussetzen. Im Gegensatz zum schnellen Spiel habt ihr hier allerdings nicht mehr die Möglichkeit, diese Ziele nach euren Wünschen anzupassen, sondern müsst die entsprechenden Vorgaben erfüllen, um weiter zu kommen. Und falls es mal nicht beim ersten Anlauf klappt, stehen euch meist drei Continues zur Verfügung. Sind diese aufgebraucht, müsst ihr das komplette Event neu starten.


FIFA Street 3 Test, Review, Testbericht.

Mit wachsendem Erfolg schaltet ihr neue Herausforderungen und auch Teams frei. Im Gegensatz zu den Vorgängern stellt ihr euch euren Kader hier allerdings nicht mehr selbst zusammen, sondern greift auf 24 vorgefertigte Mannschaften zurück, in denen die Spieler unterschiedlicher Nationen nach bestimmten Kriterien gemischt werden. Darunter befinden sich z.B. die Flitzer, in denen sich nur laufstarke Kicker befinden oder die Stämmigen welche am brutalsten grätschen können.


Den Karrieremodus, wie man ihn noch vom Vorgänger kennt, gibt es nicht mehr. Das bedeutet: Keine Verteilung von Skill-Points, keine individuelle Mannschaftszusammenstellung, kein umfangreicher Editor und keine Accessoires zum Sammeln und Ausrüsten eurer Profis. Das ist für mich ein riesen Minuspunkt! Habe ich es doch geliebt bei den Vorgängern und auch allen andern EA BIG Spielen, meine Recken selbst zu gestalten und mit immer neuen Gimmicks auszurüsten. EA BIG hat mir diese Möglichkeit jetzt gestohlen!


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Wer bereits in den Vorgängern Tricks vom Stapel gelassen hat, wird sich schnell zurecht finden, denn viel hat man an der Spielmechanik nicht verändert. Noch immer steht der Trick-Stick, also der rechte Analogstick, im Zentrum des Geschehens, denn nur so zirkelt ihr den Ball stylisch an der gegnerischen Abwehr vorbei und ladet zusätzlich noch eure Gamebreaker Leiste auf. Das erreicht ihr auch mit anderen coolen Manövern wie langen Passspielen, kleinen Moves mit Hilfe der Y-Taste oder dem Entlanglaufen mit dem Ball an einer Mauer. Ist die Leiste gefüllt, aktiviert ihr auf Knopfdruck den Gamebreaker, mit dem der nächste Schuss auf den gegnerischen Kasten mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Volltreffer wird. Leider fehlt dem Gamebreaker der günschte "WOW" Effekt völlig, was bei NBA Street 1 noch für Begeisterungsstürme gesorgt hat, ist hier einfach schwach umgesetzt. Wie wärs mal mit frischen Ideen?


FIFA Street 3 Test, Review, Testbericht.

Ein Highlight von FIFA Street 3 ist die Technik. Die Grafik sieht makellos aus und läuft auf der XBOX 360 konstant mit 60 Frames pro Sekunde. Die Animationen sind top und sehen einfach total cool aus. Leider stehts um die KI nicht ganz so gut. Der Torhüter ist dümmer als eine Scheibe Brot. Tja, dadurch fallen dafür mehr Tore, aber eben auf beiden Seiten... Fluchen vorprogrammiert! Online läuft das Gekicke erfreulich gut, ich habe nie Lags gespührt und es finden sich genügend Gegner für eine schnelle Runde. Langzeitmotivation bietet dieser Tital jedoch keine.



Fazit:

Alles in allem ist FIFA Street 3 ein gutes Spiel, aber mit einigen Verschlimmbesserungen. Das Weglassen des Karrieremodus ist unverzeihlich. Der Gamebreaker ist langweilig ins Szene gesetzt und die Torhüter KI von vor 20 Jahren. EA BIG, bitte macht ein neues SSX, und zwar eines mit ein wenig Innovation und einem riesigen Haufen Style on Board!


FIFA Street 3 Test, Review, Testbericht.

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